Nina Zyla-Auteried im Portrait

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Das SinnZENTRUM ist ein Ort, an dem viele Experten mit ihrem Fachwissen als Beratende, Vortragende und Seminarleiter tätig sind. Welches Angebot bringst du ins SinnZENTRUM ein?
Meine Arbeit ist ganzheitlich und facettenreich, dazu gehört das logotherapeutische Beratungsgespräch und die imaginative Logotherapie. Zudem begleite und berate ich Menschen auf der Basis meiner Erfahrung mit einer schweren Krankheit. Dabei unterstütze ich Betroffene, aber auch ihre Angehörigen, denn sie erfahren oftmals wenig Unterstützung. Es ist gar nicht so einfach, meine Arbeit zu benennen, da sie sehr vielseitig und facettenreich ist. Ich spreche gerne vom „intuitiven Heilen“. Darunter verstehe ich die wertschätzende ganzheitliche Heilmethodik mit meinem Gegenüber nach intuitiver Vorgehensweise. Ich vereine meine Erfahrung und unterschiedliche Anwendungen in verschiedenen Aspekten zu energetischer Körperarbeit und ruhigem Bei-Sein. So auch beim Logos Healing: Händeauflegen und beten. Alleine oder auch zu zweit mit Christoph Schlick und Doris Hafellner ist diese besondere Begegnung für mich und mein Gegenüber immer wieder außergewöhnlich.

Du bist als psychologische Beraterin im SinnZENTRUM tätig. Mit welchen Anliegen wenden sich Menschen an dich?
Menschen kommen zu mir, wenn sie sich in einer momentan aussichtslos scheinenden Situation befinden, eine große Herausforderung, ein schwerer Schicksalsschlag oder auch eine unerwartete Diagnose. Ich unterstütze und stärke Menschen auf ihrem jeweiligen Weg und helfe ihnen dabei, (wieder) Sinn in ihrem Leben zu finden.

Wie bist du zu deiner Berufung gelangt?
Für mich stand schon früh fest, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. So begann ich, als Heil-Masseurin und Gesundheitstrainerin zu arbeiten. Bereist damals spürte ich, wie sehr mir die Arbeit mit Menschen am Herzen liegt. Doch schon bald spürte ich, dass mir das zu wenig war. Ich wollte mehr über den Menschen, seinen Körper und seine Psyche und das faszinierende Zusammenspiel des Lebens erfahren. Eine intensive Suche begann. Als ich die Logotherapie kennen lernte und am eigenen Leib spürte, wie heilsam diese Arbeit ist, wusste ich: Das ist genau das fehlende Tools, nachdem ich so lange gesucht hatte.

Was bedeutet für dich Sinn?
Sinn bedeutet für mich, voll und ganz zu leben! Mit all meinen  Sinnen das Leben zu spüren, zu riechen zu schmecken, das ist einfach wunderbar! Das heißt auch, dass man auf seine innere Stimme und das Bauchgefühl hört. Dass wir darauf vertrauen können, was das Innere zu uns sagt. Sich selbst als Ganzes sehen und als Ganzes zu spüren. Wenn es gelingt, die ganze, volle, eigene Potenzialität wahrzunehmen. Sinn liegt für mich auch in unserem Miteinander in der Natur, da finde ich dieses große Ganze – mit Tieren ebenso wie mit anderen Menschen. Dann macht Leben Sinn ist für mich Sinn voll Leben.

Hast du ein Lieblingszitat? 
„Du musst nicht erst vollkommen werden, du musst nur ganz werden was du schon bist“ von Eckhart Tolle.

Mein Motto lautet: Lerne dich selbst und das Leben zu lieben. mit allen Fehlern, Ecken und Kanten.Mit allen Sonnenauf und -untergängen .Tanze, lache, liebe, weine und höre nie auf neugierig zu sein.

Zur Website: www.zyla-auteried.com

 

Kinder sinnvoll fördern

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Impulsvortrag / OpenHouse 20.9.2016

„Wir bauen eine Bienenkiste. Wer an eine Bienenkiste denkt, hat Informationen und Bilder zu Bienen im Kopf – womöglich schmecken wir Honig und erinnern uns an Erlebnisse mit Bienen. Wer eine Bienenkiste bauen möchte, dem genügt diese Vorstellung alleine nicht. Er muss einen Plan entwerfen, langfristige Zielvorstellungen entwickeln, die Elemente für den Bau der Kisten systematisch erfassen, einkaufen oder Holz selbst zuschneiden. Sowohl der Zusammenbau als auch der Innenausbau einer Bienenkiste benötigen ein Verständnis darüber, wie die Teile zusammengehören und welchen Zweck sie erfüllen. Planen ist eine Aufgabe der Vorstellungskraft, benötigt jedoch auch vernünftiges Vorgehen nach altbewährten und üblichen Standards, das Aufrechterhalten des Ziels aber auch die Flexibilität umzudenken oder auch neu zu denken. Damit die Vorstellungen am Ende wirklichkeits- und anwendungstauglich werden, benötigen wir Wissen, Erfahrung, Entscheidungen und Handeln. Im Wechselspiel zwischen anerkanntem, kritischem und kreativen Denken mischen sich Urteile und Bewertungen, Unklarheiten sowie emotionale Empfindungen vor, während und nach dem Bau. Der Bau einer Bienenkiste benötigt somit Problemerkennung, Verstehensprozesse, Problemlösefähigkeit, Anwendbarkeit, Gestaltbarkeit, Kooperation, Flexibilität, Hinterfragen von Vorgängen sowie unterschiedliche Denk- und Kommunikationsprozesse.“* Eine Bienenkiste zu bauen, benötigt viele Facetten und v.a. sinnvolle Förderung unterschiedlicher Wahrnehmungs- und Denkprozesse.

Auf der Suche nach einer sinnvollen Förderung unserer Kinder ist die Erforschung des Selbst unentbehrlich, um den inneren Ort der eigenen Lehr- und Lerngestalt zu erkennen und zu verstehen, um dann diese sowohl selbst gestalten zu können als auch sich in der Folge selbst in einem lebenslangen Prozess zu hinterfragen.

Sinnvolle Förderung fördert die Persönlichkeit, d.h. das vernünftig-soziale ICH, das kritisch-kognitive ICH, das kreative ICH und das sinnorientiert-emotionale ICH und damit die Vernunft, das strategische Handeln, die Gestaltungsräume und die Identität.

Fördern heißt sich dem inhaltsbezogenen, normorientierten Denken anzunehmen und die Notwendigkeit der sozialen Akzeptanz des eigenen Verhaltens und Handelns sowie Verbesserungsmöglichkeiten wahrzunehmen.

Fördern heißt sich dem planvollen und kontextgerechten Handeln zu widmen sowie Zielvorstellungen wie auch Entwicklungen wahrzunehmen.

Fördern heißt intuitiv neues Wissen durch Vorstellung entstehen zu lassen.

Fördern heißt Erfahrungen aus vergleichbaren Situationen zu verbinden, sinnvolle emotionale Handlungsfähigkeit durch emotionale Erfahrung zu generieren, wenn zwischen konkurrierenden Zielen kein quantitativer Vergleich und somit keine rationale Entscheidung möglich ist.

Fördern heißt den vorliegenden emotionalen Bewertungen und emotionalen Etiketten wie auch unseren Motiven, unseren Werte als Ausdruck unserer Identität und unsere grundlegenden Bedürfnisse nachzugehen.

Fördern meint unser Kompetenzerleben als Erfahrung, die Welt zu verstehen, handlungsfähig zu sein, Grenzen zu erkennen und gegebenenfalls zu erweitern, zu gestalten, zu formen und auszuweiten.

Fördern meint ein sinnorientiertes Ich (Ich-im-Hier/Ich-im-Jetzt) als Quelle für das kreative, kritische und inhaltsbezogene Ich zu unterstützen und damit geht das Vermögen einher, auch alte und unpassende Intentionen und unsinnige Werte loszulassen, um ein lernendes, werdendes Ich zu ermöglichen.

Christian Wiesner ist selbstständiger Berater und Lehrbeauftragter sowie  Vortragender im SinnZENTRUM Salzburg.