Frühlingserwachen

Aufwachen

Auch Bären tun es, nach dem Winterschlaf. Aufwachen. Doch wozu? Es wartet das Bekannte, der Trott zu Nahrungsquellen, Aufzucht der Jungen – der immer gleiche Ablauf.

Wozu aufwachen? Bären fragen sich das wohl nicht, aber Sie vielleicht an manchem Morgen? Wartet auch auf Sie das Bekannte, der Trott zur Arbeit, Auseinandersetzung mit Ihren Kindern?

Auch die Jahreszeiten nehmen immer den gleichen Lauf. Wir könnten blind werden für die vielen Wunder, die sich im Boden tun, auf dem wir uns bewegen, die sich in Pflanzen, Tieren, bis hin zu uns Menschen zeigen.

Bei den Rückblenden in diesen Tagen des März 2018, auf die Ereignisse vor 80 Jahren, sind wir unverblümt mit Grauen konfrontiert, einer Seite im Menschen, zu der wir fähig sind. Mit Wachsamkeit hat das wenig zu tun. Wie viele Menschen erkennen in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen einfach die Würde des Gegenübers, helfen aus Überzeugung? Worauf richtete sich deren Blick? Was half und hilft, verständliche Angst zu überspringen und einfach in dem Rahmen zu tun, der möglich war und ist?

Das Handeln so vieler Gerechter ist nicht selbstverständlich.
Kein Leben ist selbstverständlich.

Kostbares Leben

Kann genau darin dieses Wozu liegen? Im Entdecken dieser Kostbarkeit des Lebens, in der Farbe der ersten Blüte, die sich Ihnen heuer zeigte, erinnern Sie sich daran? Dem Gesang der Vögel, einem tiefen Atemzug satter Frühlingsluft, Ihrem Mut zu neuen Ideen, einer herzlichen Begegnung mit Menschen – in dem, was Ihnen dazu gerade jetzt selbst in den Sinn kommt.

Vielleicht macht das Bekannte auf einmal neugierig, wird der Trott zur Bewegung, führt die Auseinandersetzung zur Begegnung.

Bleiben wir wachsam für das Wunder. Es wird uns blühen.

 

Karin Grössenbrunner

 

Fotocredits: Erika Maier

Schatz

‚Baba is’, drückt sich meine junge Nachbarin aus, wenn es ihr zu Hause zu langweilig wird und sie so gerne spazieren gehen oder fahren würde. Die Bedeutung von ‚Baba is’ hat mir zuerst ihre Mutter übersetzt. Selbst, wenn ich jetzt nur die beiden Worte höre, weiß ich: Franziska ist um die Ecke. Das kleine Mädl hat ihre eigene Ausdrucksweise gefunden, um zu benennen, was sie vermitteln möchte. Sie wird trotz ihres noch geringen Wortschatzes verstanden; und der wird sich noch um vieles erweitern, ich bin mir sicher.

Mit der eigenen Begeisterung, ja unserem individuellen Lebensweg ist es ähnlich. Es drängt uns zu leben, wir wollen zum Ausdruck zu bringen, was uns bewegt. Am Beginn vielleicht nur in zwei Worten. Doch auch dieser Wortschatz wird sich ausweiten.

Ich

Der individuelle Sinn unseres Daseins findet Heimat in unseren Gedanken und Gefühlen, pulsiert in unseren Organen, durchwirkt unser Wesen, strahlt aus unserem Sein. Er spricht unsere Sprache, geht unsere Bewegung, lebt unseren Mut. Es lässt sich wohl sagen:

Niemand ist im Stande, mein Leben statt mir zu leben.
Alles, was ich dazu brauche, ist mir bereits gegeben.
Daher trage auch ich die Verantwortung dafür – nicht im Sinn einer Bürde, sondern in vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.


… und die vielen anderen

Wir leben jedoch nicht als isolierte Einzelwesen. Gerade dieses Miteinander wirft manchmal Fragen auf. Unser individuelles Sein behält Wert und Bedeutung, unabhängig davon, was rund um uns geschieht. Anders ausgedrückt: Das Wort ‚Freude’ verliert wenig an Aussagekraft, wenn es neben ‚Trauer’ steht. Eine weiße Taste am Klavier behält die Tonhöhe, auch wenn ich die schwarze daneben anschlage. Ein Apfel bleibt ein Apfel, ob er neben seines­gleichen liegt oder neben Birnen, Bananen, Melonen.

Die Freude verändert vielleicht die Form des Ausdrucks, die Saiten einer Taste am Klaviers schwingen mit den anderen, der Apfel nimmt mitunter Geschmack oder Geruch der anderen Früchte ein wenig an, doch das Innerste bleibt bestehen – das Wesen der Freude, die Tonhöhe einer Taste, das Apfel-Sein.

Die Suche danach, welches Wort, welchen Geschmack wir in die Welt bringen, ist immer wieder eine Herausforderung, der wir uns mit Recht stellen dürfen. Sind wir diesbezüglich auf einer guten Fährte, gilt es beherzt weiterzugehen, selbst wenn wir uns zuerst lieber mit anderen ‚Wichtigkeiten und Nebenschauplätzen’ ablenken wollen. Sören Kierkegaard beschreibt es mit: ‚verzweifelt nicht man selbst sein wollen’. Auch das ist uns möglich.

Das Leben zwingt uns nicht, es erinnert uns bloß und überlässt uns die Entscheidung. Dies­bezüglich hat der Apfel einen Vorteil: Er braucht wohl nicht zu seinem Apfel-Sein Stellung zu beziehen und kennt auch wenig Angst vor Ablehnung oder Zurückweisung.

Wir Menschen hingegen kennen jene Angst-Stimmen, die unheimlich laut werden können und die versuchen, das Selbst zu übertönen. Doch selbst dann hat die Angst nicht Recht! Würden wir ihr das Ruder in die Hand geben, wäre es, als hörten wir auf zu leben, bloß weil wir wissen, dass wir sterben werden.

Tun wir das? Natürlich nicht!

Bis zu unserem letzten Atemzug gibt es noch Zeit – zwei Stunden, vier Monate, unzählige Jahre. Wir wissen es nicht. Und gerade deshalb gilt es, den eigenen Weg mit Hingabe zu gehen – ohne Perfektionismus, mit Toleranz zum Scheitern und Barmherzigkeit beim Wieder- Aufstehen.

Und jede Erfahrung erweitert unseren Wort-Schatz, der das eigene Buch des Lebens füllt.

Wenn Sie diese Zeilen lesen, seien Sie gewiss: Auch in Ihnen liegt ein Schatz verborgen, auch Sie sind ein Schatz!

Karin Grössenbrunner

 

Fotocredits: Thinkstockphotos, Erika Maier

Pausen bestimmen den Rhythmus

Im Orchesterkonzert in Salzburg. Christian Thielemann dirigiert die Staatskapelle Dresden. Mozart und Bruckner werden gegeben. Nachdem der letzte Ton des furiosen Finales verklungen ist, verharrt der Dirigent in nach vorne gebückter Haltung für ca. 30 Sekunden – subjektiv unendlich lang empfundenen 30 Sekunden. Er „fordert“ vom Publikum eine Pause ein, bevor der tosende Applaus einsetzen darf. Er lässt den Nachklang spürbar werden, lässt erfahren, wie viel Klang die Stille bietet, wie die Töne noch im Körper nachschwingen. Danke, Christian Thielemann.

So wie in der Musik bestimmen auch in unserem Leben die Pausen den Rhythmus. Wenn wir von einem zum nächsten Termin hetzen, ohne dazwischen durchzuatmen, haken wir unser Leben nach To-do-Listen ab, erleben es aber nicht mehr in all seiner Intensität. Wenn wir verabsäumen, Pausen zu machen, werden sie irgendwann vom Leben eingefordert. Dies erleben wir dann als Gesundheits-, Lebens- oder Sinnkrisen.

Was wäre, wenn wir die gewählten oder die uns von außen auferlegten Pausen wirklich nutzen würden? Wenn wir sie als Freunde umarmten und nicht als Feinde bekämpften? Dann hätte das, was uns wirklich angeht, endlich die Möglichkeit, an die Oberfläche zu kommen. Die Orientierung im Außen würde dem Kontakt mit dem eigenen Selbst Platz machen. Und es würde wieder klarer werden, wer wir wirklich sind und wer wir sein könnten.

Haben Sie den Mut dazu?

Mag.a Maria Eisner
Gesundheits- und Wirtschaftspsychologin, Psychotherapeutin
Referentin im SinnZENTRUM Salzburg

 

Beziehung zum Atem des Lebens

Spiritualität – Gott – Übersinn

Natürlich müssen wir uns bei der Frage nach dem Sinn auch mit der Frage nach der Spiritualität auseinandersetzen: Wie stehe ich zur Spiritualität, zum großen Geist? Aus dem ich komme und zu dem hin ich mich entwickle? Ich könnte Ihnen das jetzt theologisch, bibel-theologisch oder dogmatisch begründen. Grundsätzlich geht es mir um den Geist, der in uns allen ist, die geistige Dimension.

Sie können diese Dimension einfach Gott oder auch Energie nennen, andere sehen sie als Engel oder Helfer, während es auch Menschen gibt, die diese Form der Unterstützung gar nicht brauchen: Nicht jeder glaubt an etwas, und dennoch wird er Werte haben.

Eine Frage allerdings bewegt alle: Wie leicht wird es mir fallen, aus dieser Welt zu scheiden?

Natürlich gibt es auch hier wieder Menschen, die alles loslassen können und an nichts glauben. Allerdings sind sie in der Minderheit. Im Rahmen meiner Beratung streife ich immer auch die Frage nach Gott, nach der Spiritualität. Weil mir die Antwort darauf zeigt, ob der Mensch, der mir gegenübersitzt, Urvertrauen hat. Spiritualität ist wichtig als stabile Größe, als starker Anker im Leben. Sie lässt sich ausbauen, und das sollte man auch. Das versuche ich meinen Coachees zu vermitteln, weil es uns stark und widerstandsfähig macht.

Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung (1875–1961) schrieb einmal: »Unter allen meinen Patienten jenseits der Lebensmitte, das heißt jenseits fünfunddreißig, ist nicht ein Einziger, dessen endgültiges Problem nicht das der religiösen Einstellung wäre. Ja, jeder krankt in letzter Linie daran, dass er das verloren hat, was lebendige Religionen ihren Gläubigen zu allen Zeiten gegeben haben, und keiner ist wirklich geheilt, der seine religiöse Einstellung nicht wieder erreicht, was mit Konfession oder Zugehörigkeit zu einer Kirche natürlich nichts zu tun hat.«

Kommen oder sind wir in Beziehung zur Spiritualität – das ist für mich etwas wesentlich Anderes als Glaube oder Religion, das ist diese unendlich große, sich selbst verschenkende Kraft –, dann werden wir wirklich lebendig. Wenn wir dafür wieder ein Gefühl bekommen, das uns oftmals in Kinderjahren aberzogen wurde, und wenn da etwas zurückkommt, wenn da ein Dialog beginnt, dann funktioniert so etwas wie »sinnvolles Leben«.

Wir lieben das Leben! Aber wenn wir entdecken, dass das Leben noch viel mehr uns liebt, dann verändert sich plötzlich die Perspektive. Ich bin überzeugt davon, dass das Leben es gut mit uns meint.

Bei all den dramatischen Geschichten, die ich in vielen Sitzungen schon gehört habe und noch hören werde, glaube ich ganz sicher: Das Leben meint es gut mit dem, der mir gegenüber sitzt. Und mit diesem kleinen Wörtchen »gut« kann ich Steine, Felsen, gar Berge in Bewegung setzen. Mit diesem Glauben an den immer gesunden, persönlichen Kern. Das bedeutet, dass das Gelingen von Beziehung nicht nur von mir abhängt, sondern auch vom Grundangebot des Lebens, das uns geschenkt ist und das der Lebensbaum uns sichtbar macht.

»Nur weil Gott ist, ist der Stein ein Stein. Nur weil Gott ist, ist der Baum ein Baum, der Löwe ein Löwe, der Mensch ein Mensch. Nur weil Gott ist, ist das Leben lebendig. Denn ohne ihn könnte nichts sein. In allem, was ist, leuchten seine Strahlen, sehen wir den Abglanz seiner Herrlichkeit.« Dionysos Areopagita

Maria Eisner im Portrait

Maria Eisner SinnZENTRUM

Das SinnZENTRUM ist ein Ort, an dem viele Experten mit ihrem Fachwissen als Beratende, Vortragende und Seminarleiter tätig sind. Welches Angebot bringst du ins SinnZENTRUM ein?

Ich leite Seminare im Bereich der psychologischen Gesundheitsförderung, im aktuellen Programm sind es die Themen „Burnoutprävention durch Resilienz“ und „Trauer-Abschied-Neubeginn“.

Mit welchen Anliegen wenden sich Menschen an dich?

Menschen kommen zu mir, weil sie aktuelle Krisen durchleben, psychosomatische Symptome entwickeln, unverarbeitete Abschiede bewältigen wollen oder unter Ängsten bzw. Niedergeschlagenheit leiden. Es ist ihnen ein Anliegen, sich selbst mehr annehmen zu lernen und Zugang zu ihren Ressourcen zu bekommen. Dabei begleite ich sie und ihren Weg.

Was ist dir wichtig, Menschen zu vermitteln?

Es ist mir ein Anliegen, dass Menschen wieder ein gutes Gespür für sich selbst entwickeln, Zugang zu ihrer Intuition finden, dass sie sich lieben lernen so wie sie sind mit der Geschichte die sie haben und der Situation, in der sie sich befinden – wie herausfordernd diese auch immer sein mag.

Was bedeutet für dich Sinn-voll Leben?

Den eigenen Sehnsüchten zu folgen, über sich hinauszuwachsen, Grenzen zu erweitern, Lernende zu bleiben, Verbundenheit zu erfahren und mit all den Jahren weiser, toleranter, wacher, liebesfähiger zu werden, das ist Sinn-voll Leben für mich. Wesentlich ist für mich, die Freude am Leben immer intensiver zu spüren und sie weiter zu geben. Und natürlich meine Bestimmung zu leben: Menschen zu ermutigen und für die Kostbarkeit des Lebens zu sensibilisieren.

Dein Lieblingszitat lautet?

„Alle wirklich wichtigen Auseinandersetzungen finden im eigenen Inneren statt.“ Sheldon B. Kopp

Zur Website: www.jobvitalitaet.at

Innere Ruhe – Luxus in unserer hektischen Zeit?

Wir leben in einer lauten, nach außen orientierten Welt. Lärm, Ablenkung und permanente Aktivität behindern den Zugang zu uns selbst.

Wir sind es gewohnt, Rollen zu spielen – dabei hungert unsere wahre Persönlichkeit immer mehr aus. Äußere Stille und innere Ruhe sind Luxusgüter geworden. Die Sehnsucht danach spüren aber immer mehr Menschen. Um innerlich zur Ruhe zu kommen, braucht es ein ruhiges Umfeld, einen Ort, an dem ich mich zurückziehen kann.

Dies kann auch in freier Natur sein. Dann können neue Gedanken und Ideen Raum bekommen und klare Entscheidungen werden möglich.

  • Wie oft spüren Sie dieses Gefühl innerer Ruhe?
  • Wie viel Stille halten Sie aus?
  • Wie gut ist Ihr Zugang zur Intuition?
  • Wie viel Zeit verbringen Sie mit sich selbst?

Innere Ruhe fördert die Resilienz, unsere geistig-seelische Widerstandskraft. Sie hilft uns, in einer Zeit permanenter Veränderungen Zuversicht zu bewahren und Veränderungen mit Vertrauen zu begegnen.

Innere Ruhe und Gelassenheit sind erlernbar:

Mit gezielten Entspannungs- und Meditationstechniken, durch ein Eintauchen in die Stille – allein oder in einer Gruppe, durch die bewusste Entscheidung, dem Leben eine neue Dimension geben zu wollen.

Im Seminar „Burnoutprävention durch Resilienz“ 21. und 22.4.2017 im SinnZENTRUM Salzburg wird das Thema der inneren Ruhe und Gelassenheit intensiv behandelt. Durch leicht zu erlernende Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen beruhigt sich der Geist und die Selbstwahrnehmung wird geschult. Dadurch gelingt es leichter, Wesentliches von Unwichtigem zu trennen und klare Entscheidungen zu treffen.

Mag. Maria Eisner, Psychologin und Psychotherapeutin in freier Praxis in Kitzbühel, www.selbstsinn.at, Mobil: 0664/2061963

Ursula Lirk im Portrait

Ursula Lirk Sinnzentrum

Ursula Lirk Sinnzentrum

Das SinnZENTRUM ist ein Ort, an dem viele Experten mit ihrem Fachwissen als Beratende, Vortragende und Seminarleiter tätig sind. Welches Angebot bringst du ins SinnZENTRUM ein?

Ich bin Klinische und Gesundheitspsychologin und fokussiere meine Arbeit auf zwei Bereiche. Im klinischen Bereich arbeite ich in der Diagnostik und Behandlung von psychischen Störungen und Erkrankungen. Mein Fokus liegt dabei immer darauf, dem Menschen beim „gesund werden“ zu helfen. Im Bereich der Gesundheitspsychologie widme ich meine Arbeit dem Ziel „gesund bleiben“ und biete dazu Coachings und Prävention an. Eine Besonderheit meiner Arbeit ist die zahnärztliche Hypnose: Seit über 10 Jahren arbeite ich mit Zahnärzten Hand in Hand, um Menschen mit Zahnbehandlungsphobie eine möglichst entspannte Behandlung zu ermöglichen. Hierfür wende ich hauptsächlich  hypnotherapeutische und traumtherapeutische Methoden an. Wichtig ist mir immer das gemeinsame Grundverständnis für die Problematik oder das Symptom des Patienten. Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen

  • Ängste
  • chronische Schmerzen
  • Vorbereitung auf medizinische Eingriffe
  • Schlafstörungen
  • Umgang mit Emotionen

Meine Vorträge handeln von Hypnose, Selbsthypnose und hypnotischer Kommunikation, Trancevertiefung und tiefe Trance, Hypnoseinduktionen sowie Kinderhypnose.

Du bist als Klinische und Gesundheitspsychologin im SinnZENTRUM tätig. Mit welchen Anliegen wenden sich Menschen an dich?

Die Menschen, die zu mir kommen, sind es oft leid, dass sie das Gefühl haben, dass ihre Angst, ihre Panik, ihre Schmerzen… ihr Leben kontrollieren. Sie haben das Gefühl, dass ihnen alles zu viel wird. Zustände, in denen man bewusst wenig Zugang zu seinen Ressourcen hat. Mit Hilfe von traumtherapeutischen Techniken können negative Erlebnisse aus der Vergangenheit abgeschlossen werden, sodass man sich einer positiven Zukunft zuwenden kann. Die  hypnotherapeutischen Techniken können unbewusste Ressourcen aktivieren, sodass es wieder Freude macht, sein eigenes Leben selbst zu gestalten.

Wie bist du zu deiner Berufung gelangt?

Der erste Kontakt mit Hypnose war eher zufällig. Auf der Suche nach Arbeit nach meinem Studium und während meiner Ausbildung zur Klinischen Psychologin habe ich eine Forschungsstelle der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose e.V. angenommen. Die Effizienz dieser Methode hat mich überrascht und tief beeindruckt. Ich habe mich gefragt: „Wie kann es sein, dass jemand jahrelang an einer beispielsweise Angststörung leidet und sich dann innerhalb von kurzer Zeit entspannt in die Situation begeben kann, die er früher gefürchtet hatte?“

Ich habe erkannt, dass die Lösung für unsere individuellen Probleme bereits in unserem Unbewussten parat liegen. Durch Methoden wie die Hypnose können wir uns dieses Wissen zugänglich machen und die ureigene Lösung für uns aktivieren. Das ist faszinierend.

Was bedeutet für dich Sinn-voll Leben?

Sinn-voll leben, bedeutet für mich, dass ich hinter den Entscheidungen stehe, die ich getroffen habe und mir verzeihe, wenn sie sich im Nachhinein als nicht ganz positiv herausgestellt haben, weil ich dadurch lernen kann.

Sinn-voll leben bedeutet für mich, dass ich das, was ich tue ganz mache, mit allen Sinnen; dass ich mich meiner Tätigkeit, der Person gegenüber, dem Workshop, den ich vorbereite, etc. ganz widme, weil es für mich Sinn macht.

Sinn-voll leben bedeutet für mich kleine Momente zu genießen.

Sinn-voll leben bedeutet für mich dankbar sein zu können.

Dein Lieblingszitat lautet?

„Jeder Mensch ist so einzigartig, wie sein eigener Fingerabdruck.“ (M.H.Erickson)

 

Zur Website: www.ursula-lirk.at

Robert Stickler im Portrait

Robert Stickler Sinnzentrum Salzburg

Robert Stickler Sinnzentrum Salzburg

Das SinnZENTRUM ist ein Ort, an dem viele Experten mit ihrem Fachwissen als Beratende, Vortragende und Seminarleiter tätig sind. Welches Angebot bringst du ins SinnZENTRUM ein? 

Ich denke, dass ich durch meine Tätigkeit als Kunstpädagoge und Vertrauenslehrer einen guten Zugang zu jungen Menschen habe, die noch dabei sind ihren ganz persönlichen Weg ins Leben zu suchen.

Das zweite große Thema meiner Arbeit am Sinnzentrum könnte man mit den Worten „Der Wandel des Menschen zur Lebensmitte“ beschreiben. Besonders Männer haben es in dieser Lebensphase oft nicht leicht. Ich kann das aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen und möchte Männer dazu ermutigen, sich für all das zu öffnen, was an Chancen und Möglichkeiten in der zweiten Lebenshälfte auf uns wartet.

Du bist als Vortragender im SinnZENTRUM tätig. Mit welchen Anliegen wenden sich Menschen an dich?

Vor allem sind es junge Menschen oder auch deren Eltern, die sich in der Beratung Unterstützung holen. In einer Welt, die uns nahezu alle Möglichkeiten bietet, fällt es oft schwer, sich für einen bestimmten Weg zu entscheiden. In diesem Zusammenhang ist es mir stets wichtig, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Freiheit zur Entscheidung ein hohes Gut ist (menschliches Sein ist entscheidendes Sein), für das wir sehr dankbar sein können und das wir mit Verantwortung wahrnehmen dürfen. Die Entscheidungen selbst sind oft weniger wesentlich als das dahinterstehende Bewusstsein, mit dem die Entscheidung getroffen wird.

Für das Thema „die Männer in der Lebensmitte“ interessieren sich auch sehr viele Frauen. Ich möchte in dieser Sache aber trotzdem in erster Linie ein Ansprechpartner für Männer bleiben, weil ich der Überzeugung bin, dass dieses Angebot wichtig ist.

Wie bist du zu deiner Berufung gelangt?

Ich habe selber in einer Lebenskrise den Weg zur Logotherapie und Existenzanalyse gefunden und diese Unterstützung als sehr große Hilfe erfahren. Eigentlich kann ich sagen, dass ich mir erst dadurch die Begriffe SINN und WERTE bewusst gemacht habe.

Was bedeutet für dich sinnvoll Leben?

Wenn ich im Rückblick über mein Leben sagen kann, ich bereue nichts – auch nicht die schweren Zeiten und auch nicht die Fehler, weil all das zusammengehört und mein Leben ausmacht.

Dein Motto lautet?

„Lass dich auf dein Leben ein, es ist zu groß um klein zu sein.“

Waltraud Luise Huber im Portrait

Waltraud Luise Huber, Kinesiologie

Waltraud Luise Huber, Kinesiologie

Das SinnZENTRUM ist ein Ort, an dem viele Experten mit ihrem Fachwissen als Beratende, Vortragende und Seminarleiter tätig sind. Welches Angebot bringst du ins SinnZENTRUM ein?

Ich biete mein Wissen, mein Können und meine Erfahrungen in der Kinesiologie in einem breitgefächerten Seminarprogramm an. Es geht nicht nur um „reine Kinesiologie“, sondern auch um Lebenshilfe. Die Huber-Kinesiologie ist eine von mir entwickelte, individuell im Alltag anwendbare Kinesiologie unter anderem auf Basis der Logotherapie nach Viktor Frankl. Mit meinem vielfältigen Seminarangebot ergänze ich die im SinnZENTRUM angebotenen Lehrgänge in Logotherapie & Existenzanalyse mit individuellen Anleitungen und Tipps zur Lösung von Lebenskrisen, Energieblockaden und sonstigen Problemen, die in jedem Leben auftauchen.

Du bist als Diplom-Lebensberaterin in Logotherapie & Existenzanalyse, Kinesiologin, Humanenergetikerin und Mentorin für Wertorientierte Persönlichkeitsbildung in der Einzel- und Paarberatung und als Seminarleiterin im SinnZENTRUM tätig. Mit welchen Anliegen wenden sich Menschen an dich?

Zu mir kommen Menschen aus den verschiedensten Gründen. Sie alle haben Erwartungen an die Kinesiologie. Manche wollen einfach „nur“ ihr Wissen erweitern und Kinesiologie erlernen, andere wollen mit Hilfe der Huber-Kinesiologie und der psychologischen Beratung konkrete Lösungen für ganz unterschiedliche Problemstellungen, wie z.B. Familie, Partner, Berufswahl, rund um Schule, Entscheidungen…, finden.

Wie bist du zu deiner Berufung gelangt?

Es hat mich schon immer interessiert, mit Menschen zu arbeiten. Das Faszinierende an meinem Beruf liegt vor allem darin, dass ich Menschen mit ganz unterschiedlichen Fragestellungen helfen kann, aus eigener Kraft, den für sie richtigen Weg zu finden. Es macht mich glücklich, Problem-lösend zu arbeiten.

Was bedeutet für dich Sinn-voll Leben?

Kurz und vereinfacht könnte ich hier, gemäß Viktor Frankl, antworten: Wertschätzung der eigenen Person, gestärkt durch den Reichtum der inneren Ressourcen die vielen Aufgaben im Leben erfüllen und die Beziehung zum Du leben.

Dein Lieblingszitat oder  Lebensmotto lautet?

Das Glück finden wir nirgendwo anders als in uns selbst.

Zur Website: www.huber-kinesiologie.at

Nina Zyla-Auteried im Portrait

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Das SinnZENTRUM ist ein Ort, an dem viele Experten mit ihrem Fachwissen als Beratende, Vortragende und Seminarleiter tätig sind. Welches Angebot bringst du ins SinnZENTRUM ein?
Meine Arbeit ist ganzheitlich und facettenreich, dazu gehört das logotherapeutische Beratungsgespräch und die imaginative Logotherapie. Zudem begleite und berate ich Menschen auf der Basis meiner Erfahrung mit einer schweren Krankheit. Dabei unterstütze ich Betroffene, aber auch ihre Angehörigen, denn sie erfahren oftmals wenig Unterstützung. Es ist gar nicht so einfach, meine Arbeit zu benennen, da sie sehr vielseitig und facettenreich ist. Ich spreche gerne vom „intuitiven Heilen“. Darunter verstehe ich die wertschätzende ganzheitliche Heilmethodik mit meinem Gegenüber nach intuitiver Vorgehensweise. Ich vereine meine Erfahrung und unterschiedliche Anwendungen in verschiedenen Aspekten zu energetischer Körperarbeit und ruhigem Bei-Sein. So auch beim Logos Healing: Händeauflegen und beten. Alleine oder auch zu zweit mit Christoph Schlick und Doris Hafellner ist diese besondere Begegnung für mich und mein Gegenüber immer wieder außergewöhnlich.

Du bist als psychologische Beraterin im SinnZENTRUM tätig. Mit welchen Anliegen wenden sich Menschen an dich?
Menschen kommen zu mir, wenn sie sich in einer momentan aussichtslos scheinenden Situation befinden, eine große Herausforderung, ein schwerer Schicksalsschlag oder auch eine unerwartete Diagnose. Ich unterstütze und stärke Menschen auf ihrem jeweiligen Weg und helfe ihnen dabei, (wieder) Sinn in ihrem Leben zu finden.

Wie bist du zu deiner Berufung gelangt?
Für mich stand schon früh fest, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. So begann ich, als Heil-Masseurin und Gesundheitstrainerin zu arbeiten. Bereist damals spürte ich, wie sehr mir die Arbeit mit Menschen am Herzen liegt. Doch schon bald spürte ich, dass mir das zu wenig war. Ich wollte mehr über den Menschen, seinen Körper und seine Psyche und das faszinierende Zusammenspiel des Lebens erfahren. Eine intensive Suche begann. Als ich die Logotherapie kennen lernte und am eigenen Leib spürte, wie heilsam diese Arbeit ist, wusste ich: Das ist genau das fehlende Tools, nachdem ich so lange gesucht hatte.

Was bedeutet für dich Sinn?
Sinn bedeutet für mich, voll und ganz zu leben! Mit all meinen  Sinnen das Leben zu spüren, zu riechen zu schmecken, das ist einfach wunderbar! Das heißt auch, dass man auf seine innere Stimme und das Bauchgefühl hört. Dass wir darauf vertrauen können, was das Innere zu uns sagt. Sich selbst als Ganzes sehen und als Ganzes zu spüren. Wenn es gelingt, die ganze, volle, eigene Potenzialität wahrzunehmen. Sinn liegt für mich auch in unserem Miteinander in der Natur, da finde ich dieses große Ganze – mit Tieren ebenso wie mit anderen Menschen. Dann macht Leben Sinn ist für mich Sinn voll Leben.

Hast du ein Lieblingszitat? 
„Du musst nicht erst vollkommen werden, du musst nur ganz werden was du schon bist“ von Eckhart Tolle.

Mein Motto lautet: Lerne dich selbst und das Leben zu lieben. mit allen Fehlern, Ecken und Kanten.Mit allen Sonnenauf und -untergängen .Tanze, lache, liebe, weine und höre nie auf neugierig zu sein.

Zur Website: www.zyla-auteried.com